20. September 2019, 19:30 Uhr, Köln
Wie dachten die Kriegs»kinder« in ihrer Jugend in den 1950er Jahren über die damals noch nahe Zeit des Hitlerregimes, der Besatzungszeit und der Gründungsphase der alten Bundesrepublik, die sie miterlebt hatten? Tausende von Schulaufsätzen des Hagener »Roeßler Archivs« zeigen, dass diese jüngsten Kriegskinder sich als Generation erfanden, um ihre Identität in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft zu bestimmen. Die oft traumatischen Erfahrungen der 1940er Jahre werden vielfach als Erfolgsgeschichte erzählt, um sie in die eigene Lebensgeschichte integrieren zu können.
Die Referentin Dr. Beate Müller arbeitet als Literaturwissenschaftlerin und Kulturhistorikerin an der Universität Newcastle in Großbritannien. Als Expertin für Überlebenszeugnisse von Kriegskindern forscht sie derzeit über unveröffentlichte Aufsätze deutscher Schulkinder über den Zweiten Weltkrieg.
Veranstaltungsort:
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln
Kontakt und weitere Informationen:
0221/2212-6332, nsdok@stadt-koeln.de https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?s=915